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Zukunftsprojekt

Soll alles so bleiben wie es schon immer war?
Jede Gemeinde für sich?
Wie arbeiten wir in der Region zusammen?

Claus Knapheide berichtet von einem Zukunftsprojekt:

Manchmal gehe ich in den Gottesdienst nach Nordend, und wenn ich dann die Schönhauser Straße hinausradle, kommen in einem Moment die Feldsteine des herrlichen Glockenturms durch die Bäume zum Vorschein, mit etwas Glück fällt der Blick sogar sofort auf die Glocke selbst.

Pankow-Dorf – so hört man es manchmal von Zugezogenen, und dessen Seele ist hier sicherlich die Zisterzienserkirche auf dem Anger, der auf seiner Ostseite besonders eindrücklich an alte Zeiten erinnert.
Martin Luther kommt dagegen vollkommen großstädtisch daher; so mancher Frühaufsteher würde gerne in einem Häuserblock wohnen, der seine eigene Kirche hat. Ein Kollege vom GKR Nordend sagte beim ersten Treffen des Zukunftsprojekts: die erste Kirche, die ins Auge fällt, wenn man von Norden her nach Berlin hineinkommt, ist nunmal die Friedenskirche.

Es sind diese vier Kirchen, vor allem die vier Gemeinden, deren Verteter sich im Sommer der Frage gestellt haben, wie wir unsere sich mehrfach überlappende Region gestalten wollen.

Zuvor hatte der Strukturausschuss des Kirchenkreises, namentlich unser Superintendent Martin Kirchner, einen Prozess angestoßen, in dessen Folge die Gemeinden Berlin-Nordend und Martin Luther ihre Bereitschaft erklärt haben: „ihre Verbindung zugunsten neuer Kooperationen grundsätzlich zu überdenken und ggf. zu lockern“. „Die Gemeinden Nordend und Niederschönhausen begeben sich (…) ab sofort in einen Prozess, die Zusammenarbeit beider Gemeinden neu aufzunehmen und zu verstärken. Ebenso werden dies die Gemeinden Martin Luther und Alt-Pankow tun“, so heißt es in einer Absichtserklärung, die von den Gemeindekirchenräten aller 4 beteiligten Gemeinden Ende August 2019 einstimmig beschlossen worden ist. Den Text dieser Absichtserklärung finden Sie hier und als Aushang in den Gemeindehäusern. Zur Unterstützung des Prozesses, aber auch um die Bindung aller Gemeindeglieder an ihre bisherigen Gemeinden und vor allem an ihre Gottesdienstorte langfristig sicherzustellen, hat derselbe Ausschuss insgesamt 4 volle Pfarrstellen ab 2021 zugesagt, ausgedrückt als 2 x 200%. Mit der erwähnten Absichterklärung kann dies in der Budgetplanung für 2022 berücksichtigt werden.

Weitere Detailvorgaben haben wir übrigens keine, es wird tatsächlich erwartet, dass die Gemeinden selbst es sind, die diesen Prozess gestalten und moderieren. Man kann, und muss gewiss!, darüber reden, ob nun ein Ziel oder eine Richtung vorgegeben wurde. Ich denke, es sind Bedingungen geschaffen, eine Kugel ist angeschoben, alles andere wird sich entwickeln. Mehr lässt sich jetzt noch gar nicht sagen, da es uns wichtig war, die Gemeindeöffentlichkeiten zu informieren, bevor Festlegungen zur Umsetzung getroffen sind.

Mit dieser Freiheit wollen wir klug und mit den Veränderungen, die der Auftrag auch nach sich zieht, behutsam umgehen. Wir in unserer Region haben gemeinsame Rahmenbedingungen, Glaubenswerte, Erfahrungen und Traditionen. Und unterschiedliche Traditionen, Gewohnheiten, Hoffnungen, vielleicht auch Interessen und Ziele. Und an etlichen Stellen arbeiten wir ja auch schon zusammen.

Ich bin, ebenso wie die anderen Verteter und ihre GKRs überzeugt, man wird tatsächlich die Kirchen in ihren Dörfern belassen.

(Dieser Bericht wird in den Gemeindebriefen und auf den Webseiten der beteiligten Gemeinden veröffentlicht.)

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