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Am Sonntag dem 23. September (10 Uhr) werden wir Petra Handtrag-Ristow in einem Familiengottesdienst in den Ruhestand verabschieden. Sie war 34 Jahre lang für die Arbeit mit Kindern und Familien in unserer Kirchengemeinde Niederschönhausen tätig.

Wir laden herzlich zum Gottesdienst ein. Im Anschluss ist bei einem Empfang im Gemeindesaal auch Gelegenheit mit Petra Handtrag-Ristow ins Gespräch zu kommen.

Am 1. Januar 1984 wurde Petra als „Gemeindegehilfin“ (100%) angestellt. Ihre Aufgabe war in den ersten Jahren, die (damals noch 3) Pfarrer in der Gemeindearbeit, in der Arbeit mit Kindern und mit Senioren zu unterstützen. In dieser Zeit schloss sie die Ausbildung zur Gemeindehelferin / Katechetin ab. So wurden ihr ab 1986 die Vorschulkinderarbeit, die Arbeit mit den älteren Jugendlichen und die Mitgestaltung von Familiengottesdiensten, Rüstzeiten und Kindergottesdiensten übertragen.

Mitte der 90er Jahre gab es in den meisten Gemeinden Veränderungen. Auch in Niederschönhausen wurden Stellenkürzungen notwendig. Es gab nur noch eine Pfarrstelle und eine Entsendungsdienstpfarrerin. Auch die Stelle für die katechetische Arbeit mit Kindern wurde 1996 auf 50 % gekürzt. Zum gleichen Zeitpunkt übernahm Petra Handtrag-Ristow die katechetische Arbeit in der Nachbargemeinde Alt-Pankow (ebenfalls 50 %). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in Niederschönhausen liegt seitdem auf der Arbeit mit Kindern und der Eltern- und Familienarbeit:

© Peter Mueller

Viele Kinder und Eltern hat Petra Handtrag-Ristow dabei angesprochen und geprägt. Bei der Christenlehre oder in den Kinderkreisen, bei kreativen und thematischen Ferientagen sind hat sie unzählige Kinder kennengelernt und in ihr Herz geschlossen.

Zahlreiche lebendige und schöne Familiengottesdienste hat sie zusammen mit Kindern und Eltern gestaltet. Bei den Martinsspielen und Krippenspielen musste sie oft noch Rollen dazu fügen, weil die Zahl der mitspielenden Kinder größer war als die vorhandenen Rollen. Ihr war wichtig, dass keiner ausgeschlossen ist.

Vor einigen Jahren machte sie sich für ein neues Gottesdienstformat für Eltern mit Kleinkindern stark: Die Familienkirche. Einmal im Monat (10.30) treffen sich Eltern mit kleinen Kindern und feiern kindegerecht gemeinsam Gottesdienst. Man sitzt z.T. auf dem Boden und biblische Geschichten werden zusammen erlebt. Die Familienkirche klingt dann bei einer Tasse Kaffee und Gesprächen miteinander aus.

Nicht nur hier sondern auch bei anderen Gelegenheiten wie bei Sommerfesten, Familienfreizeiten, Anspielen und Krippenspielen und beim Kindergottesdienst arbeitet sie mit verschiedenen Eltern zusammen. Für den Kindergottesdienst hat sie seit Jahren ein Team von Eltern und Jugendlichen gewonnen, die den sonntäglichen Gottesdienste für Kinder regelmäßig gestalten.

Als Gemeindekirchenrat sind wir dankbar für ihre treue und liebevolle Arbeit. Die Früchte ihrer Arbeit sind an vielen Stellen in unserer Gemeinde zu sehen. Seit 22 Jahren hat sie „auf zwei Hochzeiten getanzt“ und in zwei Gemeinden die Arbeit mit Kindern und Familien geprägt. Das war nicht immer einfach, denn beide Gemeinden wollten Sommerfest, Erntedankfest und Advent feiern und ein Krippenspiel am Heiligen Abend von ihr begleitet haben. Sie hat diesen Spagat mit viel Organisationstalent und persönlichem Einsatz möglich gemacht hat.

„Heute ist Petra-Tag“
ruft es mir schon freudig entgegen, als ich unsere Tochter abhole. Inzwischen ist sie ein Schulkind und hat ein gutes Gedächtnis für unsere regelmäßigen Vorhaben – und der Nachmittag mit Petra ist dabei eine ganz besondere Zeit.
Mit Petra wird gebastelt, gesungen – und kommt man etwas früher zum Abholen, hört man es auch vor der Tür – viel gelacht! Auf sehr zugewandte und liebevolle Art bringt Petra den Kindern biblische Geschichten nahe. Und eines bleibt auch bei den Jüngsten hängen: „Da ist jemand, der auf mich aufpasst und mich behütet“.
Neben Kinderkreis und Christenlehre begleitete Petra die Kinder mit vielen Angeboten durch das Jahr. Und so ist unsere Tochter in der Gemeinde gleichsam mit Petra aufgewachsen: mit der Familienkirche für die ganz Kleinen, in den Winterferien mit den Ferientagen, bei denen die Kinder sich einmal ganz intensiv einem Thema widmen und der Vorbereitung des Krippenspiels in der Weihnachtszeit als besonderen Höhepunkt. So wehmütig der Gedanke an den Abschied stimmt, so dankbar sind wir für diese wertvolle und schöne Zeit, die die Kinder mit Petra verbringen durften. Wir alle werden ihre Fröhlichkeit und Herzlichkeit vermissen und wünschen ihr von Herzen alles Gute!
Annett B.

Lieber Petra,
im Sommer 2004 betrat ich mit meiner Mutter das erste Mal das Gemeindehaus der Friedenskirche. Wir waren neu in Niederschönhausen und folgten einer Einladung für Zugezogene. Christen waren wir keine, aber neugierig. Begrüßt wurden wir von dir Petra. In dieser, meiner ersten Christenlehrestunde, sangen wir gemeinsam Lieder, spielten eine biblische Geschichte nach und bastelten anschließend dazu.
Ab diesem Tag wollte ich immer wiederkommen. Es dauerte nicht lange und ich besuchte auch den Kindergottesdienst am Sonntag und den Kinderchor unserer Gemeinde.
Im Jahre 2010 wurden meine Mutter, meine Schwester und ich im Gottesdienst getauft. Ein Jahr darauf begann ich mit dem Konfirmandenunterricht. Hier hätte jetzt unsere gemeinsame Geschichte enden können, dass tat sie aber nicht. Wir hielten Kontakt, auch durfte ich dich weiterhin bei deiner Arbeit begleiten und unterstützen.
Heute im Sommer 2018 habe ich das 2. Semester meines Studiums bestanden. Evangelische Religionspädagogik versteht sich. Auch bis dahin hast du mich begleitet. Gerne möchte ich später, wie du Petra, den Kindern Raum geben, ihnen von Gott, Jesus und vielen biblischen Geschichten erzählen.
Vielen Dank, für deine Begleitung auf meinem bisherigen Lebensweg!
Vivian Osemwegie

 

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